Geburtsort und Familie
Als echtes "Frankenmädel" würde ich mich jetzt nicht bezeichnen bei Vorfahren aus "Großdeutschland", obwohl ich in der mainfränkischen Metropole Würzburg geboren und aufgewachsen bin. Meine Mutter, die studierte Sopranistin und mein Vater, evangelischer Pfarrer, haben uns vier Kindern viele musikalische Gene mit in die Wiege gelegt und die Freude an der Musik täglich vorgelebt.
Musikalische Ausbildung
So begann unsere musikalische Ausbildung bereits in jungen Jahren mit regelmäßigen Flötenstunden und musikalischer Früherziehung. Mit acht Jahren durfte ich zusammmen mit meinem großen Bruder zum Klavier-Privatunterricht bei Musiklehrer Reinhold Meurer gehen. Auf dem Instrument mit den vielen schwarzen Tasten kam mein Bruder hervorragend zurecht- ich weniger. Da ich meine Eltern doch von meiner Musikalität überzeugen konnte- ich baute die Stücke einfach so um, daß ich keine schwarzen Tasten mehr benötigte- schlugen sie mir mit 10 3/4 Jahren die Harfe vor, die sofort zum meinem Lieblingsinstrument wurde. Bei Frau Professor Giselle Herbert, die bisher nur Studenten unterrichtet hatte, durfte ich ganz ausnahmsweise als "Greenhorn" starten und die französische Harfenkunst von der pike auf lernen. Ich übte fleißig, die vielen Saiten und Pedale (!) des Instruments technisch immer versierter zu beherrschen, sodaß ich bei meiner Lehrerin nach dem Abitur an der Musikhochschule Würzburg bis zur Fortbildungsklasse studieren durfte.
Abschluss zur Diplommusikerin
Da ich schon früh wußte, daß ich nicht hauptberuflich ins Orchester gehen würde, habe ich zum künstlerischen Diplom auch noch das pädagogische Diplom absolviert, das mir auch recht bald zu meiner Stelle als Harfenlehrerin an der Musikschule Kleinostheim bei Aschaffenburg verholfen hat.
Dazu habe ich meine solistischen Tätigkeit ausgebaut und im Laufe der Zeit immer neue Duo-Partner gefunden, mit denen ich dann jeweils passende Literatur gesucht und gefunden habe.
Dabei begegneten mir die klassischen Zusammenklänge wie Flöte, Geige, Cello, Oboe, Klarinette, und auch ungewöhnlichere Verbindungen mit Orgel, Saxophon, Panflöte, Hackbrett, Marimbaphon.
Begleiten ohne Noten
Nebenbei hatte ich auch die Chorleitung eines kleinen Chores übernommen, s`Chörle. Durch das Um-Arrangieren von Chorsätzen und das Improvisieren beim Begleiten kam ich beim Harfenspiel immer mehr zum "Begleiten ohne Noten", das inzwischen zu meinen Spezialgebieten gehört. Diese herrliche Möglichkeit, mit ein wenig Hintergrundwissen bezüglich Harmonielehre und Tonsatz und geeigneten Griffen seine eigenen Ideen umsetzen zu können ist das Thema, für das ich schon bei diversen Harfentreffen in Deutschland als Kursleiterin engagiert wurde.

Erste Solo-CD
Aufgrund immer stärkerer Nachfrage habe ich 2002 eine erste Solo-CD aufgenommen, auf der ich die klassischen Stücke festgehalten habe, die mich schon lange begleitet haben, sozusagen meine Lieblingsstücke aus dem Studium.
Ab 2003 folgen Konzertreisen und weitere Konzertunternehmungen, z.B. mit dem Würzburger Madrigalchor nach Spanien und dem Symphonischen Blasorchester Vorspessart unter der Leitung von Musikdirektor Harald Krebs ins Land der Harfen: Irland.
Jazz-Harfe und Improvisation & 2. Solo-CD
In der nächsten Zeit sorgen spezielle Kurse und Workshops für Jazz-Harfe und Improvisation bei Park Stickney, Rüdiger Oppermann, Monika Stadler und Evelyn Huber für weitere Inspirationen in Richtung Arrangement, Improvisation und Komposition. Bei meiner Musik steht eine eingängige Melodik und klangvolle Harmonik, der volle Harfenklang von den Tiefen bis in die Höhe und ganz harfentypische Elemente wie Arpeggi und Glissandi im Vordergrund. Meine Vorliebe gilt den klaren und warmen Tönen, die von 8 Fingern auf 47 Saiten stets neu zum Schwingen gebracht werden und wie von selbst durch den Oberton-Reichtum der Harfe verwandeln.
So dauert es nicht lange, bis die Fortsetzung der ersten CD erscheint- eine ruhige, melodiöse CD mit eigenen Titeln und weiteren Lieblingsstücken aus der Zeit des Impressionismus, Melodien aus bekannten Musicals und irische und schottische Folklore, zum Teil selber arrangiert.
3. CD-Album "Night & Day"
2005 ist das dritte Album angesagt: "Night and Day"- die beschwingte Ensemble-CD mit meinen Duo-Partnern, dem Saxophonisten Matthias Köhler, der Violistin Daniela Runge-Reimertz und der Sängerin Heike Gündisch. Darauf finden sich u. a. viele Melodien aus Musical und Film, die mit dem besonderen Klang der Harfe in neuem Gewand erstrahlen.
Die "Vielseitigkeit" der Harfe wird mein Markenzeichen und sorgt für viele Konzerttätigkeiten und weitere musikalische Aktivitäten weit über den Raum Mainfranken und Untermain hinaus.
Lehrbeauftragte an der Universität Bamberg
Seit dem Wintersemester 2007 bin ich Lehrbeauftragte an der Universität Bamberg für das Fach Harfe im Lehrstuhl für Musikdidaktik.
Wer dort Musik für das Lehramt studiert oder das Magisterstudium mit Harfe im Nebenfach aufnimmt, der hat das Vergnügen mit mir als Lehrkraft.
Außer der Technik und der Literatur für die Harfe gibt es großes Augenmerk darauf, wie die Harfe tatsächlich im Unterricht verwendet werden kann -
als Begleit-Instrument, als Demonstrations-Objekt für Tonsatz, Gehörbildung, Tonerzeugung und Harmonielehre und vieles mehr.
Solo-CD-die Vielseitige
Die verschiedenen Stimmungen, die man mit den Harfentönen vermitteln kann, haben mich schon immer fasziniert. Auf die nachdenklich-melancholische Wirkung der Klänge möchte ich ebensowenig verzichten wie auf die spritzige, rhythmische Seite.
Auf der CD "zartschmelzend bis krokant" ist so eine Sammlung unterschiedlicher Stücke- die meisten sind von Kolleginnen geschrieben, die wie ich den wunderschönen Beruf "Harfenistin und Harfenlehrerin" ausüben.
Cello und Harfe- Konzerte und CD
2008: Nachdem das Cello meiner Kollegin im Gipsbett war (die Decke hatte einen Riss) und nun wieder genesen ist, konnten wir die lange geplante (gemafreie) CD aufnehmen.
Zu unserem Lyrik-Klassik-Programm, bei dem die Cellistin und Schauspielein Birgit Förstner aus einer Biografie eines russischen Cellisten zitiert und wir gerne noch eigene Geschichten aus dem Nähkästchen dazu erzählen, haben wir Ohrwürmer der Klassik und Romantik zusammengesucht.
Diese "Musenküsse" sind auf dieser CD versammelt.